Portrait & Geschichte

Wappen der Gemeinde Langenenslingen

In geteiltem Schild oben in Rot auf grünem Dreiberg drei goldene Rehfüße, unten in Gold drei rote Hirschstangen übereinander. Das Wappenschild in der oberen Schildhälfte entspricht dem Siegel des Heinrich von Enslingen aus dem Jahre 1341. Die drei roten Hirschstangen in Gold beziehen sich als Wappen der Grafen von Veringen auf die Zugehörigkeit des Ortes zur Grafschaft Veringen im 14. Jahrhundert. Langenenslingen war ab 1399 in der Hand der Grafen von Werdenberg und kam 1535 als österreichisches Lehen an die Grafen von Hohenzollern. Das Recht zur Führung dieses Wappens wurde der Gemeinde durch Erlass des Innenministeriums Württemberg-Hohenzollern mit Datum vom 28.01.1949 verliehen.

Das Wort "Wappen" stellt die niederdeutsche Sprachform des Wortes "Waffen" dar. Es tauchte erstmals im 12. Jahrhundert in der speziellen Bedeutung von "Waffenzeichen" auf. Die ersten Wappen sind Zeichen mit Fernwirkung, die auf Schild, Helmen, Rüstungen, farbigen Bannern und Pferdedecken angebracht wurden.

Als umfassende Kulturerscheinung verbreitete sich das Wappenwesen sehr schnell über die Kreise des Adels hinaus, und schon im 15. Jahrhundert lassen sich sehr viele bürgerliche Wappen nachweisen.

Langenenslingen

Langenenslingen, ein langgestrecktes Straßendorf im Grenzbereich der mittleren Flächenalb, dürfte schon sehr früh besiedelt worden sein. Dafür sprechen Grabhügel aus der jüngeren Steinzeit auf der "Alten Burg", das "Keltische Lager" im Bannwald und die Reste einer römischen Villa im Gewann "Steinbühl", sowie alemannische Reihengräber des 6./7. Jahrhunderts am Ortsausgang des Dorfes.

Erstmals um 935 genannt, erscheint "Ensilingen" gegen Ende des 13. Jahrhunderts als Teil der Grafschaft Veringen, die1291 an die Habsburger überging. Die Bindung an die Grafschaft wird auch im Urbar der Burg Veringen von 1303 und im Habsburger Urbar von 1305/1306 dokumentiert, wo zahlreiche Güter und Rechte (u.a. Zwing und Bann, Dieb und Frevel) als Zubehör ausgewiesen sind. 1315 verpfändeten Herzog Friedrich von Österreich und seine Brüder dem Grafen Wolfrad von Veringen wegen seiner Dienste das Dorf und alles, was die Gräfin Hedwig von Landau zu ihrem Leibgeding hatte, für 200 Mark Silber.

Kirche St. Mauritius
Kirche St. Mauritius
Ortsansicht
Ortsansicht

Nach vorübergehenden Verpfändungen an Burkhard von Ellerbach und Graf Eberhard von Landau sowie der Grafschaft Veringen an Graf Rudolf von Hohenberg fielen 1330 die Pfänder an Graf Heinrich von Veringen, der sie 1359 mit Zustimmung des Herzogs Rudolf und seiner Brüder an die Grafen Eberhard und Ulrich Württemberg weitergab. Beim Verkauf der verpfändeten Grafschaften Sigmaringen und Veringen an Graf Eberhard von Werdenberg 1399 blieben jedoch die Dörfer Billafingen und Langenenslingen ausgespart. Diese gelangten erst 1409 unter Vorbehalt des Kirchensatzes an die Werdenberger. Als diese im Mannesstamm 1535 ausstarben, verlieh König Ferdinand die beiden Grafschaften als Reichs- bzw. österreichische Lehen an Graf Karl I. von Zollern (Sigmaringen). Der Ort bildete von da an zusammen mit Billafingen und Hitzkofen die untere Grafschaft Veringen unter österreichischer Lehensoberhoheit bis 1805. Beim Übergang der Landeshoheit von Österreich auf Hohenzollern-Sigmaringen 1805/1806 wurde das Dorf dem fürstlich-hohenzollerischen Oberamt Sigmaringen zugewiesen und kam mit ihm zu dem preußischen Regierungsbezirk der Hohenzollerischen Lande. Wie zuvor bildete es von 1925 bis zur Kreisreform von 1973 eine Exklave des Landkreises Sigmaringen im württembergischen Oberamt Riedlingen bzw. ab 1938 im Landkreis Saulgau.

Mauritiushaus
Mauritiushaus
Ortsansicht
Ortsansicht

Unter Graf Karl II. wurde 1576 bis 1578 das Schloss erbaut, das 1630 erweitert, 1633 von den Schweden zerstört, danach wieder aufgebaut, 1761 verändert und 1811 an einen Privatmann verkauft wurde. 1855 wurde das Gebäude von der Gemeinde aufgekauft und diente ab 1858 als Rat- und Schulhaus. Der um 1000 am Ostende des Dorfes erbauten ehem. Pfarrkirche, die um 1733 im Barockstil um- bzw. neugebaut wurde und noch heute steht, folgte an der Hauptstraße beim Schloss im Stil von 1890 der Bau der jetzigen Pfarrkirche St.Konrad.

Die Gemeinde Langenenslingen besteht seit der Gemeindereform im Jahre 1975 durch die Eingemeindung der vormals selbständigen Gemeinden Andelfingen, Billafingen, Dürrenwaldstetten, Emerfeld, Friedingen, Ittenhausen und Wilflingen aus neun Ortsteilen. Der Ortsteil Egelfingen hatte sich bereits 1972 der Gemeinde Langenenslingen angeschlossen. Heute gehört Langenenslingen zum Landkreis Biberach. Sie beansprucht mit seinen 8847 ha Gesamtgemarkungsfläche als flächengrößte Gemeinde in diesem Landkreis einen Großteil des westlichen Kreisgebietes. Die insgesamt 9 Ortsteile liegen sowohl am Fuße als auch auf der Schwäbischen Alb, so dass das Gemeindegebiet zwischen 540 und 800 m über dem Meeresspiegel liegt. Die Gesamtgemeinde zählt rund 3.600 Einwohner.

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